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Styrkeproven 2006 – Trondheim-Oslo mit dem Birdy

Von Andreas Rusch

Warum macht man so etwas?
Vor fast zwanzig Jahren bin ich einmal mit einem Freund von Erlangen nach Wolfenbüttel an einem Tag geradelt (440 Kilometer). Das war meine erste Tour durch die Nacht. Nach Ankunft waren wir zwar todmüde und unsere Hintern durchgesessen, aber zumindest mir war klar, dass das nicht das Ende war, und ich es noch einmal mit einer längeren Stecke ausprobieren würde.
Mein Beruf führte mich Anfang 2006 immer häufiger auf Dienstreisen nach Norwegen und der alte Traum wurde konkreter. Warum nicht mal die Strecke Trondheim-Oslo versuchen?
Auf Verdacht meldete ich mich einfach mal an, denn ich hatte gehört, dass die Startplätze schnell weg sind. Dann kam Radtraining so gut als möglich neben dem Beruf: 400 Kilometer auf Fuerteventura, viele Stunden auf dem Spinning-Rad, ca. 1.000 Kilometer auf dem Rennrad und einmal über die Alpen (340 Kilometer).
Außerdem noch Joggen und Langlaufen.

Warum mit dem Birdy?
Kurz vor Trondheim-Oslo musste ich mich noch entscheiden, welches Rad ich nehmen sollte. Ich habe ein sehr gutes Rennrad mit Dura-Ace 20x und ein Birdy red. Schließlich entschied ich mich für mein Birdy. Im Vordergrund stand dabei der problemlose Transport im Flugzeug ohne das Rad total demontieren zu müssen. Außerdem wollte ich mich keinem Wettkampfdruck aussetzen, und mit einem Birdy wird man ohnehin nicht ernst genommen. Die etwas geringere Geschwindigkeit konnte ich in Kauf nehmen. Und nicht zuletzt hätte ich mit einem Birdy leichter aufgeben können: Einfach zusammenklappen und per Anhalter diskret und schnell verschwinden.

Wie ist das Rennen?
Beim Start in Trondheim war es ziemlich kühl, deswegen trug ich noch eine Jacke über dem Radtrikot mit der Nummer. Die meisten Starter hielten mich deswegen für einen bummelnden Radtouristen. Dann die erstaunten Blicke als ich mich mit dem Spielzeugrad ins Startfeld einreihte:

Am Start

Viele Fahrer mit ihren Carbonrennrädern bezweifelten, dass ich die ersten 200 Kilometer heil überstehen würde. Vor dem Start gab es noch ein kurzes Interview mit dem Moderator (woher kommen sie, warum dieses Rad, usw.). Zum Glück hatte ich die Routenbeschreibung nicht gründlich genug gelesen und wusste nicht, dass mich neben den 540 Kilometern auch 4.300 Höhenmeter erwarteten. Die Route ist einfach: Von Trondheim weitgehend auf der E6 stur Richtung Süden über die Hochebene Dovrefjell bis nach Oslo. Eine detaillierte Streckenbeschreibung gibt es unter www.styrkeproven.no.

Der Routenverlauf

Das Wetter war kühl und gemischt mit etwas Sprühregen. Immerhin hat es nicht geschneit, was sonst durchaus vorkommen kann. Die Norweger meinten, wir hätten Glück mit dem Super-Wetter! Aber das sind auch harte Burschen. Es kamen in regelmäßigen Verpflegungsstationen mit Getränken, belegten Broten und Bananen. Einmal gab es sogar Gemüseeintopf, ein andermal Wiener Würstchen mit Kartoffelbrei und im Ziel Bratwurstbrötchen mit Cola. Das alles ist sicher keine ideale Sportlernahrung, tat aber während der kalten Fahrt richtig gut. Die Stimmung war bei den Radlern von meinem Niveau hervorragend. Es ging nicht mehr um eine bestimmte Zeit, sondern anzukommen war alles. Nach 27 Stunden und einem Schnitt von 20 km/h war auch ich im Ziel!

Unterwegs ...

Unterwegs ...

Fazit:
Das Rennen war eine tolle Erfahrung. Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe. Nach den ersten 200 Kilometern war ich wie in Trance. Ein zweites Mal werde ich es wahrscheinlich nicht machen, denn dazu ist der organisatorische Aufwand zu hoch.

Daten der Fahrt:

Technische Ausstattung:
Birdy red mit

 

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© 2006 - letzte Aktualisierung: 11.10.2006
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