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www.birdy-freunde.de/reisen/albula.html - ausgedruckt am 22.06.2017

Zwei Alpenpässe mit dem Birdy

Lenzerheide - Filisur - Bergün - Albula Pass - La Punt - St. Moriz - Silvaplana - Julierpass - Tiefencastel - Lenzerheide

Von Jacques Schindler
Dass sich das Birdy auch für längere Touren eignet, kann man hier bei den Birdy-Freunden in vielen Berichten lesen. Aber gewisse Dinge muss man selber erfahren haben - auf einem Birdy.

Die Tour lässt sich mit etwas Leiden an einem Tag bewältigen. Viel schöner ist es aber, sich zwei Tage Zeit zu nehmen und die Schönheit Graubündens genießen zu können.

Anreise

Chur ist mit der Bahn sehr leicht uns schnell zu erreichen. 1h 15 Min ab Zürich ist man in der ältesten Stadt der Schweiz und sollte dort eine gute Stunde für die Besichtigung der Altstadt einplanen. Die Gassen sind hübsch und wer genau in die Ecken schaut, wird zahlreiche Elemente des Mittelalters entdecken.

Die Lenzerheide, ein Ferienort auf ca. 1.500 m, ist mit dem Birdy von Chur aus in ca. 20 km und 900 Höhenmetern erreichbar. Da man mit dem Birdy an die Straße gebunden ist, bietet sich der Postbus als Alternative an. Ich habe beides probiert und werde in Zukunft den Bus nehmen. Die Straße ist einfach zu stark befahren und die Bünder lieben es, auch unübersichtliche Kurven zu schneiden.

Lenzerheide

Lenzerheide, der Startpunkt

Das ist der Blick auf Lenzerheide. Wer den Ort aus dieser Perspektive sehen will, sollte einen Extratag einrechnen, oder mit der Bahn auf den Scalottas fahren (kein Fahrradtransport). Der Blick ist toll und das Essen im Bergrestaurant auch (Gilde).

Hotels und Pensionen gibt es reichlich. Wer besonders kostenbewusst ist, kann auch noch einige Kilometer weiter nach Lenz fahren, einem Dorf mit viel alter Substanz aus der Zeit, als die Lenzerheide noch die Heide von Lenz war. Wirklich hübsch.

Der Nord/Süd Verkehr nahm viele Jahrhunderte den Weg von Chur über Lenz nach Tiefencastel und von dort über die Pässe Septimer oder Julier. Ganz los ist die Region den Verkehr leider immer noch nicht, aber er hält sich in erträglichen Grenzen.

Lenzerheide/Filisur/Bergün

Lenzerheide/Filisur/Bergün

Das ist die ersten 400 der rund 1.300 Höhenmeter bis zum Albulapass. Die Orte an der Route sind alle sehr gut erhalten und wurden vom Bauboom bekannter Tourismusorte verschont. Ein Halt in jedem Ort lohnt sich unbedingt. Filisur ist schon einen Stopp wert, aber achtlos durch Bergün zu fahren wäre eine Sünde. Aus irgend einem Grund wurde dieser wunderbar original erhaltene Ort bisher noch nicht wirklich entdeckt.

Preda

Bergün/Preda/Albulapass

Preda ist der nächste Ort nach Bergün. Auf dieser Strecke überwindet die Eisenbahn auf kurzer Distanz eine beachtliche Höhendifferenz. Dies dank so genannter Kehrtunnels, in denen die Bahn 360° Spiralen nach oben fährt. Diese Strecke wird bald in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen.

Zwischen Preda und der Passhöhe passiert man einen sehr schön gelegenen See. Baden ist aus Gründen des Naturschutzes nicht erlaubt. Aber das ist auch gut so. Diese Landschaft ist ohne Luftmatratzen wirklich schöner.

Albulapass

Auf dem Albulapass

Die Steigung bis zum Pass ist von der Bergün-Seite her gut zu bewältigen. Ab Filisur beginnt es zu steigen - und geht dann rund 1.300 Höhenmeter so weiter. Aber eben: Nicht zu steil. Trotzdem lässt es sich kaum ein Radler entgehen, auf der Passhöhe neben dem Schild fotografieren zu lassen. So auch ich, womit bewiesen wäre, dass man nicht mehr zwanzig sein muss für diese Tour (aber es würde helfen).

Engadin

Blick auf das Engadin

Ganz anders ist auf der Seite zum Engadin. Erst geht es flach vom Pass her weg und dann kommen die ersten Kurven. Da wird es so richtig steil. Runter kein Problem (außer heißer Felgen), aber rauf wäre es schon hart. Wer diese Gegend so liebt wie ich, muss mehrmals anhalten, ins Tal schauen und tief einatmen. Wer die Alpen mag, muss das Engadin gesehen haben. Ich brauche jedes Jahr mindestens zwei Wochenenden davon.

St. Moritz

St. Moriz

Da fühlt sich ein Birdy grey richtig wohl. Schließlich gibt es hier zahlreiche Nobelkarossen. Kein Wunder bei der Gegend. St. Moriz selber ist mondän und bereits eine kleine Stadt. Ein Abstecher lohnt sich sicher, aber die hier beginnende Seenlandschaft ist das eigentliche Highlight. Ab jetzt heißt es runter schalten und jeden Kilometer genießen. Das geht auch ganz prima, weil die Uferwege ja ganz flach sind.

Silvplana

Blick auf Silvaplana

Nach St. Moritz steigt es etwas an - dann ist man beim nächsten See. Auch hier gilt es zu rasten und zu schauen. Es wäre ein Jammer, hier mit Eile durch zu brausen. Mit dem Birdy kann man ja zur Not auch jederzeit mit dem Postauto nach Hause fahren.

Julier Pass

Über den Julier Pass zurück nach Tiefencastel

Der Anstieg vom Engadin her auf den Julier Pass ist erträglich. Zudem sind es nur gut 400 Höhenmeter. Und gleich vor dem Anstieg gibt es nochmals ein Restaurant mit herrlicher Nusstorte. Eine Kalorienbombe mit Nachbrennerfunktion.

Zurück nach Tiefencastel geht es von der Passhöhe mit ganz kurzen Ausnahmen nur noch runter. Dort sollte man aber definitiv das Postauto zurück nach Lenzerheide nehmen - außer man hat Lust auf weitere 700 Höhenmeter.

Diese Tour lässt sich wunderbar auf zwei Tage ausdehnen. Dann hat man auch genügend Zeit, die beiden Seitentäler des Engadins zu erkunden.

Von Pontresina geht es ins Rosegg-Tal. Die Landschaft im Tal selber ist schon sehenswert, aber die Aussicht auf das Bernina-Massiv ist atemberaubend.

Von Sils aus geht es ins Fextal, welches zwar kürzer ist, dafür ganz hinten mit einem hübschen Hotel mit gutem Preis/Leistungs Verhältnis. Wer sich ab und zu etwas gönnt, kann hier von gepflegten Tisch auf den Gletscher blicken. Sils selber bietet aber auch zahlreiche Unterkünfte und ist zwischen zwei Seen gelegen. Für mich einer der schönsten Orte die ich kenne.

Wer mehr zu dieser Gegend wissen will, erreicht mich unter .

Viel Spaß
Jacques

 

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© 2005 - letzte Aktualisierung: 09.09.2005
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