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www.birdy-freunde.de/mybirdy/winterreifen.html - ausgedruckt am 22.11.2017

Birdy likes Ice and rides Spikes on his Bikes

Für alle eiskalten und winterharten Birdy-FahrerInnen

Von Ulli Gehrmann

Birdy red mit Spikereifen

[Allgemeines zu Winterreifen] |  [Kleine Spikereifen-Kunde] | 
[Bastelanleitung insbesondere für das Birdy] |  [Spikereifen für das Birdy im Handel] |  [Sind Spikereifen erlaubt?]

 

 

Allgemeines zu Winterreifen

Arten:

Grundsätzlich müssen verschiedene Reifen nach Einsatz- und Funktionszweck unterschieden werden. Ideal sind bei ...

 

Schneeketten:

Ca. 1985 bot der Bicycle-Versand sogar Schneeketten an. Die Luft wurde aus den Reifen gelassen, das Rad brauchte nicht ausgebaut zu werden, die Schneeketten umgelegt, die Gliederenden eingehakt, der Reifen wieder aufgepumpt, so dass die Ketten stramm zu sitzen kamen. Die knapp 10 mm langen Dornen gruben sich wirkungsvoll in den Schnee. Allerdings war der Mantel nach etwas längerer Tour auch in Mitleidenschaft gezogen und bei widerspenstigem Untergrund konnten sie auch schon mal von dem Mantel rutschen. Heutige grobstollige Profile bieten wohl mehr Fortkommen!

 

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Kleine Spikereifenkunde

Anforderungen:

Bei Glatteis, z.B. wie auf einem See, wären ganz schmale fast profillose Mäntel mit eng stehenden Spikes gut. Bei unseren Wetterverhältnissen gibt es allerdings Glatteis häufig in Verbindung mit Schnee / Matsch / und verharschtem Schnee. Dafür sind breite grobe Stollen- Puschen gut, um auch Traktion zu bewirken.

 

Aufbau von Spike-Reifen:

 

Preis:

Je mehr Spikes, desto teurer, aber auch besser sind die käuflichen Modelle – allerdings auch lauter und mit höherem Rollwiderstand. Zu den Spikereifen müssen die Kosten für einen Satz Laufräder mit passendem Berg-Ritzelpaket konsequenterweise hinzugerechnet werden. Es kommt ein stolzer Betrag für echte Winterradlerfreuden heraus, zumal man vorher nicht weiß, wie oft man es benutzen wird.

Dem gegenüber kann allerdings bei sachgerechter Pflege und Lagerung eine Lebensdauer von mehr als einem Jahrzehnt angenommen werden! Und ein hoch zu bewertender Faktor ist die geringere Gefährdung der Gesundheit.

 

Typen von Spikereifen:

Seltene Spezialitäten

Eisfläche: für Rennen auf zugefrorenen Seen: Eisreifen auf Basis von schmalen Mänteln mit wenig Profil, in der Mitte und im Seitenbereich des Mantels sitzen die Spikes, um bei Kurvenfahrten zu greifen. Solche sollen in Finnland käuflich sein.

Alltags Spikereifen

Hier lassen sich zwei grundsätzlich unterschiedliche Konzepte vorstellen:

Extrem-Eis Reifen

Er hat über die gesamte Lauffläche und am Rand Spikes. Die Mäntel sind dicht mit Spikes bespickt (bei 26 Zoll über 300). Es ist der ideale Eisreifen mit 4 Reihen insgesamt, davon 2 am Rand der besonders mit 2,125 " breiten Lauffläche und 2 in der Mitte. Sie sind ideal für Totaleis!

Zumeist sind die Mäntel auch besonders breit und mit rauhen MTB-Profil versehen. Die herausragende Höhe der Spikes beträgt ca. 2 mm. Die Reifen haben einen hohen Rollwiderstand.

 

Spikemuster:

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Rand der Lauffläche
*       *       *       *       *       Abstand Spikes in der Außen-Reihe: 3 cm
                                        Abstand zwischen Außen-Innen Reihen: 2 cm
    *       *       *       *       *   Abstand Spikes in der Innen-Reihe: 3 cm
                                        Abstand zwischen Innen-Reihen: 2 cm
*       *       *       *       *       Abstand Spikes in der Innen-Reihe: 3 cm
                                        Abstand zwischen Außen-Innen Reihen: 2 cm
    *       *       *       *       *   Abstand Spikes in der Außen-Reihe: 3 cm
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Rand der Lauffläche

 

Allwetter-Spikereifen:

Grobstollige, zumeist 1,9" breite Mäntel mit 2 Spike-Reihen mit 2 bis 3 cm Abstand zwischen den Reihen. Die Spikes selbst sind in der Reihe im Abstand von 3 bis 6 cm eingebracht. Das ist ausreichend. Weil dieser anpassungsfähige Allwetter Spike-Reifen nur an beiden Rändern der Lauffläche Spikereihen hat, kann man ihn den Verhältnissen anpassen: Bei Glatteis, wird die Luft auf 2 bar abgelassen und der Reifen walkt an der Auflage stärker, so dass die Spike-Reihen am Laufflächenrand greifen können. Bei eisfreiem Belag wird der Reifen mit mindestens 3 bar aufgepumpt gefahren, so dass die Spikes fast nur bei Kurvenfahrten Kontakt zur Straße aufbauen. Auch der Rollwiderstand verändert sich mit dem Luftdruck.

Schwalbe bezeichnet sein Modell treffend als "Puncture Protection", der ideal für folgende typische Anwendung ist:

Tipp: Seit einiger Zeit legt Schwalbe seinen Schläuchen kleine Luftdruckmessgeräte bei, die sich wunderbar als Messinstrument für diese Einstellungen unterwegs eignen.

 

Spikemuster:

- - - - - - - - - - - - - - - - - - Rand der Lauffläche
*           *           *           Abstand Spikes in der Reihe: 3 – 6 cm
                                    Abstand zwischen den Reihen: 2 – 3 cm
      *           *           *     Abstand Spikes in der Reihe: 3 – 6 cm
- - - - - - - - - - - - - - - - - - Rand der Lauffläche

 

Grenzen von Spike-Reifen:

Diese Reifen können ihre stachelige Natur nur voll zur Geltung bringen, wenn sie Kontakt zum festen Untergrund herstellen. Geschichteter Schnee und hoher Matsch können unter Extremsituationen auch den Kontakt verhindern, wodurch auch die Spikes nur schlecht oder verzögert greifen. Gerade das weniger belastete Vorderrad hebt dann leicht ab und macht das Velo schlecht steuerbar. Bei dem weitgehend in der Spur des Vorderrades laufende Hinterrad tritt das nur sehr selten auf. Nach verunsichernden kurzen Verzögerung finden die Spikes eigentlich immer einen festen Halt, so dass durch leichten Lenkausgleich wieder die Balance hergestellt werden kann.

Man braucht einige Zeit der Übung, um die alten Urängste vor dem Eis zu überwinden. Bei verharschtem Schnee rutschen die Reifen sehr wohl ein wenig zur Seite, bis ein Spike verzögert wieder an einer festen Stelle zupackt.

Vertrauen zu dieser Technik stellt sich allerdings erst ein, wenn man mehrfach diese Erfahrung gemacht hat. Gute vertrauensbildende Maßnahmen sind dafür Übungen auf einem zugefrorenen Teich, wo man Geschwindigkeit und Kurvenradien selbst wählend leicht verändern kann.

 

Laufradsatz:

Einen separaten Satz Laufräder sollte man sich dafür schon gönnen, denn im Gegensatz zu den käuflichen Spikereifen, sind die selbst hergestellten mit der Einlage und den wirklich pieksenden Spikes doch recht umständlich auf die Felge und auch wieder herunter zu bekommen. So kann man nach dem Wetter oder der Vorhersage schnell die Räder wechseln. Bei den mit V-Brakes ausgestatteten Birdys kann man den Bremszug kurz aushängen und die aufgepumpten Reifen gleich einsetzen.

 

Übersetzung:

Der Rollwiderstand ist mit Spikes schon allein beachtlich und nimmt noch mit der Schnee- oder Matschhöhe und verkarsteten Eiskanten drastisch zu. Ideal wäre als Zahnkranz für das Birdy einer von 13 – 32 Zähne. Je nach Schneehöhe oder Absätzen verharschtem Eises braucht man eine berggängige Übersetzung, d.h. einen anderen Kranz. Geschätzt würde ich angeben, dass man von weniger als 10 % (spiegelglattes Eis) bis zu mehr als 100 % (tiefer Neuschnee) mehr Kraft für die zuzückzulegende Strecke benötigt.

Stellt man sich ein extra Laufradsatz hin, dann sollte dieser auch eine ca. 30 % kleinere Übersetzung erlauben. Die Fahrgeschwindigkeit ist von dem Bodenbelag und den Wetterbedingungen stark abhängig. Aber auch im tieferen Schnee macht es Spaß zu radeln.

 

Kettenschutz:

Gerade beim Birdy mit Kettenschaltung ist die tieflaufende Kette noch schlimmer als beim MTB. Sie wird durch den Schnee und was noch beträchtlich schlimmer ist, durch den Matsch gezogen. Vorteilhaft ist es infolgedessen, mit einem großen Ritzel hinten zu fahren, so dass das Schaltwerk stärker nach vorne gespannt ist und der Kettenverlauf höher kommt.

 

Verfügbarer Abstand:

Bei vielen Rädern bekommt man Spikereifen nicht in den Rahmen hinein. Zwischen Mantel und Schutzblech muss genügend Abstand sein. Das Birdy (97 er Modell) bietet genug Platz auch mit den Spikes auf den MTB-Reifen von r-m. Es muss aber nicht nur auf den freien Abstand zwischen Mantel und Schutzbleche geachtet werden, sondern auch andere Teile, wie Bremsen oder Schlösser. Die auch nur geringfügig herausstehenden Spikes und das auftragende Profil der Mäntel führen allein schon zu Engpässen. Die "Transportkapazität" der Spikereifen bei Matsch und Schnee ist enorm, so dass der Spielraum bald mit Abraum gefüllt sein kann.

 

Beleuchtung:

Wer einen Extra-Laufradsatz Winterreifen mit Spikes vorrätig hält, dem kann bedauerlicherweise der Nabendynamo fehlen, so dass man gerade dann auf die ungeliebte Akkulampe angewiesen ist, wenn diese am wenigsten leistet!

 

Pflege:

Gerade der Matsch und Schnee setzt auch den Ventilen und sie selbst gelegentlich zu, so dass der Schlauch nicht mehr aufgepumpt werden kann. Deshalb sollte unbedingt eine Ventilschutzkappe fest aufgeschraubt sein.
Nach der Saison unbedingt das ganze Rad, insbesondere die Laufräder und Kette gut abwaschen (auf keinen Fall mit dem Hochdruckreiniger). Danach wieder ölen und einfetten! Auch Edelstahlspeichen fangen an zu rosten. Ein Jahr glaubte ich fälschlicherweise auf penible Säuberung verzichten zu können, weil ich nicht im Matsch gefahren war.

 

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Bastelanleitung für das Birdy:

Spikereifen für das Birdy

Aufbau

Von innen nach außen ergibt sich folgender Aufbau: Felge, Felgenband, Schlauch, Einlage (Lauffläche von einem altem Mantel), doppelseitiges Klebeband, MTB Mantel mit Schrauben/Spikes darin.

 

Arten von Spikes:

  1. Spaxschrauben (im weiteren Beispiel verwandt)
  2. Metrische Gewindeschrauben mit flachem Kopf – 2 mm starke Schrauben, von innen mit Vorlegscheibe, außen mit Mutter sichern, ca. 2 mm rausstehen lassen, sehr aufwendig und teurer – aber möglicherweise noch stabiler.
  3. Nieten: Der Versuch mit Alu-Nieten war nach ca. 20 km wegen Verschleißes beendet.

 

Materialbedarf:

Für einen Spike-Reifen werden benötigt:

  1. Eine alte Decke für die Inneneinlage. Sie ist von den Drähten und Flanken zu befreien. Das kann ein profilloser abgefahrener Mantel fast beliebiger Größe sein, dessen Lauffläche herausgeschnitten wird, sie dient lediglich als Schutz für den Schlauch vor den scharfkantigen Schraubenköpfen. Alternativ könnte man die käuflichen Panneneinlagen benutzen, aber hier sind sie zu schmal.
  2. Je ein Päckchen Spaxschrauben mit 10 und 12 mm (Verbrauch hängt von der Dichte der Spikes ab).
  3. Ein MTB-Reifen mit grobstolligem Profil als äußere Decke

 

Arbeitsvorgänge:

  1. Durchbohren des MTB-Mantels durch jeden Stollen mit 2 mm Bohrer. Hierbei muss man sich schon für den Typ von Spikereifen entschieden haben. Will man nur die äußeren Reihen mit Spikes bestücken, so sollte man nicht gerade durch die Stollen bohren, sondern mit etwas Neigung von außen zur Mitte.
  2. Eindrehen aller Schrauben – und zwar von innen nach außen :-) Die Spaxschrauben werden jetzt zu Spikes! Die Anzahl der Schrauben richtet sich nach dem gewählten Typ an Spikerad: wobei die Oberkante sicherlich die Anzahl der Stollen am Reifen ist. Wegen des kleineren Durchmessers der Laufräder des Birdys sollte dort der Abstand der Spikereihe am Rand maximal 3 – 4 cm betragen.
    Die Spitzen der Schrauben sollen ca. 3 mm aus den Stollen außen herausschauen.
    • die Schrauben sollten in den Stollen mittig rauskommen, weil das Material recht weich ist und zusätzlich durch die Schraubenspitzen beim Fahren belastet wird.
    • die Schrauben an den Außenseiten müssen 12 mm in der Mitte 10 mm lang sein, um ca. 3 mm hinauszuschauen.
  3. Über die Köpfe der Spaxschrauben von innen einen breiten Streifen doppelseitiges Klebeband aufkleben.
  4. Einlegen der abgeschnittenen Lauffläche eines alten Mantels und so auf dem Klebeband fixieren, dass alle Schraubenköpfe bedeckt sind.
  5. Das Aufziehen des Spikereifens ist eine wirkliche stachelige Aktion.
    Reifendruck: bei Eis: 2 bar oder etwas weniger, bei eisfreier Straße 3 bar oder etwas mehr.
  6. Wem die Spitzen zu scharfkantig sind, der kann sie von den Spaxschrauben abkneifen.

 

Wahl des Spikereifentyps

Basis ist der MTB-Reifen von r+m für 18", der auch grobstollig genug für Matsch und Schnee ist.

Stollen und Spikemuster für den MTB-Reifen 18" von r+m:

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Rand der Lauffläche
*       *       *       *       *       Äußere Reihe, Abstand 2 cm
    *               *               *   Mittig, etwas außen, Abstand 4 cm
            *               *           Mitte, in großen Querstollen wie hier
            *               *           jeweils zwei Spikes, oder auch nur ein Spike
    *               *               *   Mittig, etwas außen, Abstand 4 cm
*       *       *       *       *       Äußere Reihe, Abstand 2 cm
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Rand der Lauffläche

 

Daraus lassen sich wahlweise verschieden ausgestattete Spikereifen herstellen:

 

Minimal-Spikereifen:

Die gesamte Lauffläche und die Ränder sind mit Spikes bestückt. Es ist der ideale Eisreifen mit. Jeder herausragende Stollen wird mittig durchbohrt und ein Spike versenkt. Der Abstand der Spikes in den äußeren Reihen beträgt 2 cm, d. h. 76 Spikes pro Reihe, d.h. 152 Spaxschrauben zu 12 mm. Die äußeren Spikereihen berühren bei hohem Luftdruck kaum den Belag.

Spikemuster:

- - - - - - - - - - - - - - - - - - Rand der Lauffläche
*           *           *           Abstand Spikes in der Reihe: 2 cm
                                    Abstand zwischen den Reihen: 3 cm
      *           *           *     Abstand Spikes in der Reihe: 2 cm
- - - - - - - - - - - - - - - - - - Rand der Lauffläche

Weil dieser anpassungsfähige Minimum Spike-Reifen nur an beiden Rändern der Lauffläche Spikereihen hat, kann man ihn gut den Straßenverhältnissen anpassen: Bei Glatteis, wird die Luft auf 2 bar abgelassen und der Reifen walkt an der Auflage stärker, so dass die Spike-Reihen am Laufflächenrand – spätestens bei Schräglage – greifen können. Bei eisfreiem Belag wird der Reifen mit mindestens 3 bar aufgepumpt gefahren, so dass die Spikes fast nur bei Kurvenfahrten Kontakt zur Straße aufbauen.

 

Kompromiß-Spikereifen 1:

Eine deutliche Verbesserung ist zu erzielen, wenn man nur in den großen Stollen in der Mitte im 4 cm Abstand jeweils ein Spike anbringt, wofür man 38 Spaxschrauben mit 10 mm benötigt. Dann hätte man die beiden dicht besetzten Außenreihen und eine mittlere Reihe.

 

Kompromiß-Spikereifen 2:

Bei der nächsten Stufe würde man – anders als bei der Variante 1 – in die mittigen, aber etwas weiter außen stehenden beiden Reihen in 4 cm Abstand jeweils 38 Spikes pro Reihe mit 10 mm Spaxschrauben bestücken. Neben den beiden eng stehenden Außenreihen hätte man 2 weitere Reihen in der (äußeren) Mitte.

 

Kompromiß-Spikereifen 3:

In Ergänzung zur Variante 2 lässt sich in der Mitte in die im 4 cm Abstand stehenden größeren Stollen auch jeweils nur ein Spike anbringen, wofür man 38 Spaxschrauben mit 10 mm benötigt. Faktisch sind das 5 Reihen. Die äußeren eng stehenden und 3 in weiteren Abstand stehenden mittleren.

 

Maximal-Spikereifen:

Hierfür wird der große mittlere Stollen mit jeweils 2 Spikes versehen. Mit 304 Spikes insgesamt bietet er das Maximum an Grip und Sicherheit auf Eis und verharschtem Schnee. Hier kommt man auf insgesamt 6 Reihen, 2 außen und 4 in der Mitte.

 

Bewertung:

Wer sich schon die Arbeit macht, sollte mit dem Maximum seiner Ansprüche anfangen und ggf. später die "überzähligen" Spaxschrauben verkürzen, d.h. einfach mit der Zange abkneifen. Ein wenig werden sie weiterhin Kontakt zum Belag herstellen aber den Rollwiderstand deutlich verringern. Sinnvoll wäre es aus dieser Überlegung nicht mit der ersten Variante anzufangen.

 

Hinweis:

Hebt für die nächste Wintersaison alte aber noch verwertbare Mäntel auf, denn ggf. sind sie mit Spikes umzuarbeiten. Auch der normale Birdy-Reifen fast ohne Profil wäre mit Spikes bestückt schon ein großer Gewinn bei Glatteis! Denkt beim nächsten Schwalbe-Schlauch an die kleinen Luftdruckmessgeräte und legt eines mit dem passenden Ventil zur Seite!

 

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Spikereifen für das Birdy im Handel

Für Herbst 2014 hat Schwalbe Spikereifen für das Birdy und das Brompton angekündigt. 76 Spikes (Brompton: 72), 50 EPI-Karkasse, Reflexstreifen und KevlarGuard-Pannenschutz sind die groben Eckdaten. Wie alle Spikereifen von Schwalbe kann er ohne Bedenken auch auf trockener Straße gefahren werden. Der Preis liegt bei 38 Euro. Für das Jubiläums-Birdy mit der Reifengröße von 406 mm gibt es Spikereifen ebenfalls von Schwalbe.

 

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Recht: Spikereifen an Fahrrädern sind nicht verboten.

Von Peter de Leuw
Die StVO (Straßenverkehrsordnung) enthält nichts zu Spikes. In der StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungsordnung) findet sich in § 36:

"Reifen oder andere Laufflächen dürfen keine Unebenheiten haben, die eine feste Fahrbahn beschädigen können; eiserne Reifen müssen abgerundete Kanten haben. Nägel müssen eingelassen sein."

Der § 36 bezieht sich zwar zunächst nur auf Kraftfahrzeuge, jedoch heißt es in § 63 der StVZO:

"Die Vorschriften über Bereifung von Kraftfahrzeugen (§ 36 Abs. 1 StVZO) gelten für andere Straßenfahrzeuge entsprechend."

Damit sind Fahrräder wieder eingeschlossen.
Mit Spikes ausgerüstete Fahrradreifen können aber aufgrund des geringen Gewichts keine feste Fahrbahn beschädigen. Mit den Nägeln im letzten Satz sind Nägel gemeint, mit denen eiserne Laufflächen z.B. an landwirtschaftlichen Geräten auf ein Holzrad aufgenagelt sind.

 

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© 2002 – letzte Aktualisierung: 25.04.2014
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