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www.birdy-freunde.de/mybirdy/sicherung.html - ausgedruckt am 22.11.2017

Sicherung des Birdy

Von Peter de Leuw
Ein Faltrad erlaubt ganz andere Abstellplätze als ein herkömmliches Rad, z.B. Garderobe, Büro etc., so dass sich auch die Frage der Sicherung etwas anders stellt. Ein begeisterter Brompton-Fahrer begründete seine Wahl unter anderem mit dem Kriterium, dass er dieses Rad überall mit hinnehmen könne, u.a. auch auf die Bahnhofstoilette. Aber das geht natürlich nicht immer.

Das Birdy gut bewacht
Ein optimal bewachtes Birdy

Ein Vorteil des Birdy, das geringe Gewicht, ist sicherungstechnisch auch ein Nachteil. Man kann es einhändig normalen Schrittes wegtragen, um sich das gute Schloss in der eigenen Werkstatt vorzunehmen. Daraus folgt für uns: Unbedingt an einen festen Gegenstand anschließen (das gilt übrigens auch für Nicht-Falträder!).
Oliver Vehling empfiehlt, das Schloss durch das hintere Rahmendreieck zu ziehen und es nicht nur um das Hauptrohr zu legen. Ansonsten kann ein Dieb sehr leicht die zwei Schrauben der Gabelklemmung lösen und den Rahmen aus dem Schloss herausziehen.

Um das leichte Gewicht des Rades nicht durch schwere Sicherungseinrichtungen zu verlieren, verwendet Ulrich Gehrmann ein relativ leichtes Spiral-Kabelschloss, das um einen Baum herumreicht und durch das Rahmendreieck des Birdys sichert.

Sicherer, aber auch erheblich schwerer ist natürlich ein solides Bügelschloss.

Helge Hielscher hängt es mit einer Schlaufe an den Sattel. Dort kann es auch bleiben, wenn das Rad gefaltet wird.

Schloss am Sattel
Foto: Helge Hielscher

Thomas Röhling steckt es einfach in die Rahmentasche des Birdys.

Peter de Leuw hat sein Trelock-Bügelschloss früher mit dem mitgelieferten Halter am Rad befestigt. Der Halter positionierte das Schloss so neben dem Rahmen, dass es weder beim Fahren noch beim Falten störte. Die Montage des Halters war etwas Bastelarbeit, weil das Rahmenrohr eigentlich zu dick ist. Foto ...
Eleganter ist deshalb der Klick-Fix-Bügelschlosshalter von Rixen und Kaul, mit dem sich das Schloss faltkompatibel am Rahmen befestigen lässt.

Kai Burkhardt befestigt sein Abus-Bügelschloss mit den mitgelieferten Haltern am Expeditionsgepäckträger. Von den drei mitgelieferten Haltern verwendet er allerdings nur zwei, von denen einer (der hintere) auch noch leicht modifiziert werden musste (2 Bohrungen) damit er sich nicht mehr drehen kann. Dazu war noch ein Winkel nötig, den er aus Alu gefertigt hat und der den Schlosshalter mit der Schraube des Rücklichts bzw. des Großflächenreflektors kippsicher verbindet. Das Schloss ist natürlich mit dem Lösen der zwei "Gummi-Bänder" ganz einfach einsatzbereit und stört nicht beim Falten.

Bügelschloss am Expeditionsträger
Befestigungswinkel Das Bügelschloss am gefalteten Birdy


Abus bietet mit der Schlosshalterung TexKF eine Halterung für Rohre bis 80 mm Durchmesser an. Diese Halterung lässt sich am Hauptrohr des Birdy-Rahmens anbringen, so dass das Schloss senkrecht darüber steht. Diese Lösung ist natürlich nur für Leute akzeptabel, die nicht auf den Durchstieg angewiesen sind. Beim Falten muss das Schloss dann allerdings abgenommen werden. Das geht zumindest beim (relativ leichten) Abus Granit Futura auch ohne Schlüssel. Das Schloss kann dann am gefalteten Birdy so an den Lenker gehängt werden, dass es zwischen Lenker und Rahmen verschwindet.


Auch das "Lock & Luggage" von Trelock ist empfehlenswert: Ein solides Bügelschloss, das am Sattelstütze befestigt wird und gleichzeitig als Gepäckträger dient (bis 10 kg belastbar).
Wenn der Schlosshalter am oberen Ende der Sattelstütze befestigt wird, vergrößert sich das Packmaß nur unwesentlich. Allerdings muss das Schloss beim Falten abgenommen werden.

Kabelschlösser, auch die etwas stabileren, lassen sich auch mittels Klickfix-Halterung am Sattel befestigen. Hier im Beispiel die Melleniums-Ausgabe von Abus. Das Schloss ist zwar recht schwer, das Gewicht hängt aber direkt unter dem Sattel und ist stabil gelagert.

Abus-Schloss mit Klickfix-Halterung
Foto: Jan Berkelder


Thomas Lösch empfiehlt das Basta Click-Booster bzw. Click3 (ca. 40 EUR) als ideales Schloss für das Birdy. Es lässt sich konfliktfrei auf die hinteren Bremssockel montieren und verstärkt den Hinterbau zusätzlich. Auch an die Vorderradgabel passt dieses Schloss. Es lässt sich ohne Schlüssel schließen. Es wiegt rund 600 g und ist auch als gleichschließendes Zweierset erhältlich. An Birdys, die mit Seritenzugbremsen ausgestattet sind und demzufolge keine Bremssockel haben (bis Baujahr 1996/1997) sowie an Birdys die mit Magura Hydraulikbremsen ausgestattet sind, lässt sich dieses Schloss nicht montieren. An das Birdy green bis einschließlich Modelljahr 2003, das an der Hinterradschwinge keine Bremssockel hat, lässt sich das Schloss natürlich nur vorn anbauen.
Es wurde berichtet, dass das Schloss durch die Vibrationen seinen Schlosseinsatz verliert. Er kann problemlos wieder eingeklebt werden (z.B. mit Pattex).


Basta Click3
Basta Click3
Foto: Basta


Als Ergänzung zum Click-Booster bieten sich Schlaufenkabel (Kunststoff-ummantelte Stahlkabel mit soliden Schlaufen an jedem Ende) an. Diese gibt es von Abus, Trelock (hier bei den einzelnen Bügelschlössern unter "Zubehör" versteckt), von Kryptonite und als Billigmodelle in unterschiedlichen Längen und Durchmessern.

Peter de Leuw benutzte viele Jahre das Wedlock von Specialized. Das Wedlock ist ein faltbares Schloss, insofern war es lange Zeit das einzige Schloss, das wirklich zum Birdy passte ...
Das Wedlock wiegt 850 g und hat ein Faltmaß von 159 x 44 x 25 mm. Die sechs Segmente haben eine Gesamtlänge von rund 720 mm. Das Birdy kann mit diesem Schloss also auch an dickeren Pfosten und Laternen befestigt werden. Angeblich soll dieses Schloss mit bloßen Händen aufzubiegen sein.
Es kostet z.B. bei Globetrotter rund 65 Euro und wird mit einer passenden Tasche geliefert. Damit findet das Wedlock einen Platz am Rahmen. Die Befestigung erfolgt mit Klettbändern.

Wedlock gefaltet   Wedlock ungefaltet
Das Wedlock (fast) gefaltet und ungefaltet
Wedlock am Rahmen
Am Unterrohr stört das Schloss weder beim Fahren noch beim Falten.
Fotos: Peter de Leuw

Das Wedlock hat einen zylindrischen Schlüssel. Solche Schlösser sind in der letzten Zeit etwas in Verruf geraten. Eine wahrscheinlich sicherere Lösung ist das Bordo von Abus in einer seiner Varianten. Es ist in 75 und 90 cm Länge erhältlich, auch als Zahlenschloss oder in der noch sichereren Granit-Ausführung. Das Twin-Set beinhaltet zwei gleichschließende Bordos. Auf dem Oberrohr des klassischen Birdys ist es gut untergebracht. Da die Klettbänder vorstehen und die Ölsen an den Klettbändern nicht besonders stabil sind, empfiehlt sich eine zusätzliche Sicherung mit Kabelbindern (8 mm breit, 30 cm lang). Die Kabelbinder halten auch das Klettband am Rahmen und sorgen dafür, dass die Schalt- und Bremszüge beim Falten nicht behindert werden (diese dürfen natürlich nicht mit der Schlosstasche am Rahmen festgebunden werden).

Abus Bordo auf dem Oberrohr   Abus Bordo mit zusätzlichen Kabelbindern
Das Abus Bordo, auf dem Oberrohr befestigt.
Links sieht man die abstehenden Klettbänder, rechts die Kabelbinder.
Abus Bordo am gefalteten Birdy
So befestigt stört das Schloss auch beim Falten nicht.
Fotos: Reiner John

Auch am Monocoque-Birdy lässt sich das Bordo gut befestigen: Die Klettbänder sind sehr knapp, aber wenn man sie durch Kabelbinder ersetzt, sitzt es sehr fest.
Das von r-m gelieferte Bordo hat extralange Klettbänder, ist also am Birdy problemlos zu befestigen. Leider ibt es dort nur die 75 cm lange Variante.
Eine Befestigung am Unterrohr ist ebenfalls möglich (wie beim Wedlock gezeigt), aber die Kurbel schranzt dann nur wenige Millimeter an der Schlosstasche vorbei. Und beim Falten wird's eng mit dem Hinterreifen. Je nach Länge des Schlosses bieten sich auch andere Befestigungsorte wie z.B. der Vorbauschaft an.

Abus Bordo auf dem Oberrohr
Das Bordo am neuen Birdy
Foto: Christian Zickermann

Auch Trelock hat diverse Faltschlösser im Programm. Sie sind allesamt 85 cm lang und unterscheiden sich in Details. Es ist durch die frei drehbaren Schlosskörper etwas flexibler und durch eine stärkere Kunststoffummantelung dicker. Der Schließzylinder ist durch eine Abdeckkappe geschützt.

Ein weiteres Schloss, das recht gut zum Birdy passt, ist das Whiplock. Es wird zum Transport in das Lenkerende (17,5 bis 23,5 mm Innendurchmesser) eingeschoben. Das Schloss selbst ist ein Drahtseilschloss mit 3-stelliger Zahlenkombination. Sicherheitstechnisch zwar nicht das Highlight, aber doch geeignet, um das Birdy für kurze Zeit mal aus den Augen zu lassen und irgendwo festzuschließen.
Früher wurde das Whiplock vom Brompton-Importeur Voss importiert. Aktuell scheint es aber keinen Importeur mehr zu geben, so dass direkt bei Whiplock geordert werden muss.

Dass man Laufräder an Fahrrädern, die man auch mal unbeaufsichtige abstellt, nicht mit Schnellspannern sichern sollte, dürfte einigermaßen bekannt sein. Als Ersatz kommen die üblichen Verdächtigen infrage: Es gibt im Fachhandel Spannachsen in unterschiedlichen Ausführungen: Mit Innensechskant (Inbus), Innenfünfkant, Innenfünftkant mit Mittelstift. Allesamt lassen sich natürlich mit dem passenden Werkzeug problemlos öffnen, wobei der nur Innensechskant "haushaltsüblich" ist. Sicherer sind Spannachsen wie z.B. von Pitlock oder Pinhead, die nur mit dem mitgelieferten Spezialschlüssel zu öffnen sind. Pitlock bietet mittlerweile auch Sets für die Sicherung von teuren Komponenten wie Scheinewerfern, Bremsen und Gangschaltung an. Beim Sattel kann man am Faltrad schlecht auf den Schnellspanner verzichten, deshalb hier einige Vorschläge:

Damit der Sattel des abgestellten Birdy nicht abhanden kommt, kann man ihn relativ leicht mit einem Bowdenzug, einem Vorhängeschloss oder einem Stahlseil sichern:

 

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Sattelsicherung

Gegen den schnellen Klau wirkt der rahmenfeste Gepäckträger, vor allem, wenn man in das Loch am Haken für das Halteseil eine Schraube eingedreht wird. Wer keinen hat oder wer es sicherer haben will, ergreift weitere Maßnahmen:

Sattelsicherung mit einem Vorhängeschloss

Von Peter Eggebrecht
Man durchbohrt die Sattelstütze auf den unteren zwei Zentimetern zwei Mal (an dieser Stelle völlig ungefährlich) und hängt dort ein Vorhängeschloss ein. Das Vorhängeschloss kann bei Nichtgebrauch am Kabelschloss "geparkt" werden.

Ein Vorhängeschloss blockiert die Sattelstütze Das Vorhängeschloss parkt am Kabelschloss

Sattelsicherung mit einem Kryptoflex-Seil

Von Peter de Leuw
Von Kryptonite gibt es Stahlseile mit Ösen an beiden Enden ("Flexible Endschlaufenkabel") in unterschiedlichen Stärken und Längen. Ein relativ dünnes Kabel mit den Maßen 76 cm x 5 mm dient als permanente Diebstahlsicherung von Sattel und Sattelstütze. Ein Schloss ist nicht erforderlich:

Kryptonite-Seil als Diebstahlschutz

Sattelsicherung mit einem Bremsseil (ab Modelljahr 2006)

Von Peter de Leuw
Bei meinem alten Birdy hatte ich ein Bremsseil von oben durch die Sattelstütze gezogen und am Gelenk der Hinterradschwinge verschraubt. Dies funktioniert bei Birdys ab Modelljahr 2006 nicht mehr, weil die Sattelstütze am oberen Ende nicht mehr offen ist. Also musste eine andere Lösung her. Auch beim neuen Birdy arbeite ich mit einem Bremsseil, dass ich von unten durch den Anschlag für das Elastomer am Sattelrohr gezogen habe. Am oberen Ende habe ich das Seil in der Patentklemme des Sattels geklemmt. Das Bremsseil erfüllt nun zwei Aufgaben: Es verhindert die Mitnahme des Sattels durch unbefugte und es hilft, die Sattelhöhe richtig einzustellen: Einfach den Sattel bis zum Anschlag hochziehen und festklemmen.

Bremsseil als Diebstahlschutz
Das Bremsseil ist ausreichend dezent und kann noch näher an der Sattelstütze geführt werden.
Bremsseil als Diebstahlschutz Bremsseil als Diebstahlschutz
Es wird von unten durch den Anschlag für das Elastomer am Sattelrohr geführt. Mit dem Nippel kann das Seil nicht durchrutschen. Am oberen Ende wird das Bremsseil in der Sattelklemme geklemmt.

 

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© 2002 - letzte Aktualisierung: 25.04.2011
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