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www.birdy-freunde.de/mybirdy/lowrider.html - ausgedruckt am 26.03.2017

Ein Lowrider für ältere Modelle des Birdy

 

Von Ulrich Gehrmann

Gerade beim Birdy mit der berggängigen Übersetzung hebt die starke FahrerIn bei mehr als z.B. dem Waseberg in Hamburg-Blankenese mit seinen 16 % Steigung ohne Gewicht am Vorderrad mit dem Vorderrad ab und das Gefährt wird nicht steuerbar. Das Vorderrad hat dann so wenig Straßenkontakt, dass Lenkeinschläge nicht auf das Rad übertragen werden. Da das Birdy sich im Wiegetritt nicht so gut fahren läßt, ist die einzige Lösung der extrem nach vorne hinübergeneigte Oberkörper, was bei "atemberaubenden" Steigungen ungünstig ist oder ... eine Gewichtsverlagerung auf die Vorderachse durch einen Lowrider.
Die Lenkung ist mit etwas mehr Gewicht mit niedrigem Schwerpunkt auch bei Abfahrten sehr angenehm. Mit folgender Lösung haben wir an 2 Birdys eine Wochenendtour je 200 km, davon 50 km Schotterpisten, positive Erfahrung. Der Lowrider ist für Ortlieb-Frontroller gebaut.

Der Lowrider

Die Federgabel hat auf jeder Seite drei eckige Rohre, so daß nur ein Träger-Alustab für die Taschen oben befestigt werden muß. 2 Leitösen werden an den senkrechten Gabelrohren mit Kabelbindern befestigt. Der Alustab durchgeschoben, die Tasche eingehängt, der kurze Tragegriff zur Sicherung gegen Verrutschen hinter dem gebogenen Winkel des Alustabes verklemmt.

Im Detail:

Die Bedingungen sind günstig, weil die federnde Gabel mit 2 senkrechten Rohren und einem kurzen Querrohr versehen ist. Konstruktionsbedingt ist bei einem formstabilen Gepäckstück für Seitenstabilität gesorgt. Es bedarf also nur der Aufhängung dafür.

Anforderungen an eine Lösung:

  • Die Vorrichtung muß die Federwege mitmachen - oder zumindest nicht wahrnehmbar behindern.
  • Die Vorrichtung (hier die beiden Alustäbe) muß schnell de- und montierbar sein. Das Suchen der Alustäbe dauert am Längsten. Wenige Sekunden dauert das Einschieben des Alustabes, Einhängen der Tasche und Sicherung mit dem tascheneignen Griff.
  • Der Zug der V-Brake steht seitlich etwas über, was allerdings kein Problem wird, weil der Alustab dazwischen geschoben werden kann.
  • Bei Nichtgebrauch kann die Vorrichtung durch 8 Zangenkniffe vollständig entfernt werden. Der Wieder-Aufbau erfolgt dann wieder mit 8 Kabelbindern in wenigen Minuten.
  • Sie darf beim Falten nicht behindern.
  • Die Konstruktion selbst muß leicht sein: hier 75 Gramm für beide Seiten.
  • Die Belastbarkeit soll min. 5 kg Gepäck je Seite aushalten.
  • Kosten: 4 Leitösen zu je 1,50 EUR, Alustäbe (alter Gepäckträger), 8 Kabelbinder, 2 Gummipropfen aus alten Lenkerstopfen. Zusammen ca. 8 EUR.
  • Zeitbedarf erstmalig: Nach der Beschaffung der Teile weniger als 1 Stunde.
  • Die Gabel wird nicht angebohrt oder ansonsten dauerhaft beschädigt (Sicherheit).

Nachteil dieser Lösung: die Radtaschen haben unten zwar das Querrohr der Gabel als Gegenlage. Auf ganz schlechten Strecken könnten sie möglicherweise aber wackeln.

Material je Seite:

  • 2 Leitösen / Decksaugen (Seglerbedarf) aus Hartplastik mit Augendurchmesser von 8-10 mm (gibt es auch mit Niro-Innenring, scheint aber nicht nötig).
    Bearbeitung: 2 kleine Löcher (Größe ergibt sich aus der Breite der Kabelbinder) auf jeder Seite der Leitöse parallel zum Auge bohren (bestehende Bohrung wird gekreuzt).

Bohrung an den Leitösen

  • 1 Alustange, ca. 25 cm lang, 7-8 mm Durchmesser (z.B. von einem alten Gepäckträger), einen Winkel von ca. 100 Grad mit 2,5 cm kurzer Seite biegen. Der Winkel verhindert ein Durchrutschen des Alustabes durch die Leitösen, wird der Griff der Tasche dahinter verklemmt, kann auch die Tasche nicht nach vorne mehr rutschen. Spitzen der Alustäbe aus Schutzgründen abfeilen.

Alustange
  • 1 Gummipuffer, der später als Unfallschutz auf das offene vordere Ende der Alustäbe geschoben wird. (alte Lenkerstopfen).
  • 4 Kabelbinder min. 25 cm Länge (schön: in der Farbe des Rahmens); d.h. 2 Kabelbinder je Leitöse.
  • Die beiden Leitösen werden gleich - möglichst hoch an den geraden Bereichen der beiden senkrechten Gabelrohren einer Seite befestigt. Jeweils ein Kabelbinder durch die gebohrten Löcher auf beiden Seiten der senkrecht ausgerichteten Leitöse durch und einmal um das Gabelrohr. Vor dem festen Anziehen mit Kabelbinderzange Alustab zum Ausrichten durchschieben.

Befestigung des Lowriders
  • Die Haken an den Ortlieb Taschen an jeweils ein Ende verschieben, daß später der Griff auch zur Sicherung gegen Verrutschen benutzt werden kann.
  • Fertig: beim Aufbau des Birdys muß nur auf jeder Seite das Alurohr von hinten durch beide Leitösen ganz geschoben werden, dann Radtaschen - unbedingt vor die hintere Leitöse einhängen und zur Sicherung gegen Verschiebung den Tragegurtgriff über den kurzen abgewinkelten Teil des Alurohres hinter die hintere Leitöse ziehen.
  • Aus Unfallschutzgründen Gummipropfen vorne aufschieben.
Die Tasche am Lowrider

 

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© 2001 - letzte Aktualisierung: 27.08.2003
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