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www.birdy-freunde.de/mybirdy/haenger.html - ausgedruckt am 22.06.2017

Alu-Kiste für den Birdy-Transport

[Die Hülle selbst genäht] [Auf dem Bahnhof: nicht tragen, sondern ziehen]
[Alternative zur Rucksacktasche]  

 

Von Ulrich Gehrmann

Verpackungskiste

Anforderungen an Verpackungskiste:

  1. stabiler Stauraum für
    1. ein Birdy,
    2. einen faltbaren/zerlegbaren Transportanhänger, Deichsel,
    3. Kleinteile,
  2. geringes Gewicht: muss in der Summe aller Teile unter 20 kg bleiben können !
  3. Transport der Kiste selbst
    1. zum Heben: Zwei stabile ausklappbare Griffe,
    2. für die kurzen Wege: Kleine abnehmbare Transportroller unter dem Boden,
    3. für einige Kilometer: Transportanhänger, um die leere Kiste mit dem Birdy zu ziehen,
  4. Schlösser

Weil es noch keinen r+m Koffer gab und wir keine passende Alu-Kiste gefunden hatten, musste ich basteln. Eine fast 20 kg schwere Blechkiste wollte ich nicht nehmen.

Wir wählten also ein Modell mit passendem Grundmaß und oben schließendem Deckel. Um auf die notwendige Höhe zu kommen, mussten wir dann die Kiste in der Mitte auseinander sägen, ein ca. 65 cm breites Alublech einziehen und mit Nieten befestigen. Die scharfen Kanten wurden mit dem gutem alten Lenkerband abgeklebt. Zum Bohren der vielen Löcher für die Nieten benutzt man bei Alu besser einen speziellen Bohrer (Baumarkt).

Damit bleiben die beiden rahmenverstärkten Teile: der Deckel, der Boden sowie die beiden Griffe an den Stirnseiten und die Beschläge/Schlösser für den Deckel erhalten.

Danach sind die Innenseiten nur noch mit weichem Verpackungsplastikmaterial auszukleiden, damit die Ladung nicht dauernd klappert.

Nachteile:

  1. kein Griff oben, kein Tragen mir einer Hand (ist bei dem Gesamtgewicht mit dem Birdy darin ohnehin zu schwer), sondern 2 ausklappbare Griffe an den Stirnseiten,
  2. die Kiste hat keine eingebauten Rollen: Für den Rollbedarf befestige ich am Boden der Kiste an den beiden Stirnseiten jeweils einen leichten 4-rädrigen Transportroller aus Plastik mit aufklebbarem Klettband. Sie sind ganz leicht, abnehmbar und verschwinden nach Gebrauch in der Kiste. Für die Wege auf dem Bahnhof und Flughafen sind sie geeignet,
  3. die Kiste ist nicht mehr wasserdicht und wird nicht lange Schwimmen können, weil Wasser nach einiger Zeit durchsickern wird.

Bezugsquelle der Alu-Kiste: Därr, München: www.daerr.de (Hersteller: Zarges)

Kiste: Modell Midi-Box L x B x H mit 2 Schlössern

Grundmaß Birdy-Box - angepasst
75 x 35 x 31 75 x 35 x 70 cm3
81 Liter 183 Liter
6 kg 7-8 kg
153,14 EUR + 25 EUR für 0,8 mm Alublech + Nieten
+ einige Stunden bohren und nieten

Vielleicht kennt einer eine gute Bezugsquelle für eine Alukiste in Birdy-Größe, so dass keine Bastelarbeit nötig ist?

2 Birdy-Kisten auf einem Birdy-Anhänger
2 Birdy-Kisten auf einem Birdy-Anhänger

Birdy-Anhänger für die Alukisten/Koffer/Faltboot

Was macht der Birdy-Fahrer mit dem Birdy-Koffer/Faltboot, wenn er am Flughafen/Bahnhof angekommen ist und losradeln will? Wie kann er radelnd auch den Koffer transportieren?

Auch wenn die Birdy-Kisten mit die anklettbaren Transportrollern aus Plastik zum langsamen und kurzen Transport auf Bahnhäfen/Flughäfen geeignet sind, bietet die Achsbreite der damit gezogenen Kiste geringe Kippstabilität bei höherer Geschwindigkeit und keinen Spaß für längere Strecken. Der Konflikt bei dem Entwurf des Anhängers besteht in den Anforderungen an Verkehrssicherheit, der Größe des Hängers und der Laufräder und natürlich in der Notwenigkeit der Demontierbarkeit. So sollten die Räder im Fahrmodus schon groß genug sein, um wenigstens abgesenkte Bordsteinkanten überfahren zu können und der Anhänger nicht in der ersten Kurve umkippen. Trotzdem: dieser Anhänger soll kein Langstrecken-Reiseanhänger sein!

Anhänger

Anforderungen an den Hänger:

  1. die Konstruktion muss 2 Birdy-Alu-Kisten oder einen Faltkanadier tragen und als Fahrradanhänger nutzbar sein.
    1. Gewicht: Tragfähigkeit von mehr als 20 kg Last,
    2. Volumen: 2 Birdy-Alu-Kisten von jeweils (L x B x H) 75 x 35 x 70 cm3 ergeben immerhin ein Volumen von 370 Liter oder 150 x 35 x 70 cm3,
  2. die Anhängerkonstruktion muss leicht, demontierbar und zerlegbar sein,
  3. der Anhänger muss auch in der Birdy-Alu-Kiste mit dem Birdy noch Platz haben,
  4. die Reifen sollten mit Schläuchen ausgestattet und leicht de/montierbar sein,
  5. die Deichsel sollte ausziehbar sein und zusammengeschoben in die Kiste passen,
  6. die Anhängerkupplung sollte einfach am Birdy de-/montiert werden können. Vermeidung einer dauerhaft befestigten schweren Anhängerkupplungsvorrichtung,
  7. die normalen Radtaschen sollten weiterhin am hinteren Gepäckträger Platz haben

Vorschlag: Ein zerlegbarer Bootswagen mit ausziehbarer Deichsel.

Bezugsquelle: www.globetrotter.de unter Rubrik: Boote und Zubehör, Eckla Bootswagen.

Die Räder auf Gleitlagern sind nach Lösen eines Splintes mit Klemmring schnell abnehmbar und leicht. Das Gestänge des Bootswagens ist zusammenklappbar.

Bootswagen: Gewicht je nach Modell ab 1,8 kg, Preis 66,42 EUR
Die Plastikräder haben richtige Schläuche mit Autoventil, ein wartungsfreies Gleitlager und sind sehr leicht.

Zug-Deichsel: 2 ausziehbare/feststellbare Alurohre ? EUR
Kupplung: Leerrohrschelle: 10 Stück ca. EUR
Spannriemen: diversen Spanngummis und -riemen

Der Anhänger mit seinen abstehenden Rädern und Achsen und die ausziehbare Zugdeichsel müssen für die Transportvorgänge in anderen Verkehrsmitteln leicht von der Kiste zu trennen sein und bestenfalls noch in zerlegtem und gefalteten Zustand in eine der Kisten zusätzlich zum Birdy Platz haben.

Da wir für den doch seltenen Einsatz des Birdy als Zuggerät keine dauerhafte Kupplung anbringen möchten, muss bei der Lösung etwas gebändselt werden.
Die zweirohrige Zugdeichsel wird über eine Kupplung von der Sattelstütze eines Birdys so aufgenommen, dass der Gepäckträger noch für die Taschen zur Verfügung steht. Auf den Anhänger und die Deichsel werden die beiden leeren Kisten für 2 Birdys mit Spannriemen drauf gebunden. Es lässt sich auch bei ca. 15 kg noch ordentlich gut damit fahren.

Die Zugdeichsel besteht aus 2 ausziehbaren Alu-Stäben, die für Fensterputzaufsätze gedacht sind. An den rechtwinklig abgewinkelten Kopfende - wo der Putzkopf darauf kommt - stecke ich sie in ein Kabel-Leerrohr zusammen, wo auch die Kupplung für die Birdy-Sattelstütze daran ist. Die Zugdeichseln werden mit 2 Hakengummis am Bootswagen so befestigt, dass der Schwerpunkt der Last noch ein wenig auf die Deichsel drücken kann.

Anhänger

Die eigentliche Kupplung ist ein Leerrohrklemme (Bezeichnung = Schellen für Isolierrohr, starr), die genau um die Birdy Sattelstütze herum passt, diese Kupplung sichere ich mit einem Spannriemen an der Sattelstütze. Die Höhenverstellung der Kupplung nehme ich mit kleinen Gummibändern vor - nach oben zum Sattel und nach unten zum Gepäckträger. Das sieht etwas verwegen aus, aber funktioniert und ist vor allem sehr schnell de- und montierbar.

Diese Schellen passen übrigens genau auf die Birdy-Sattelstütze, so dass sie auch für andere Konstruktionen geeignet ist. So ist z.B. unseren Donkey-Anhänger auch damit ausgestattet, weil die dazu käufliche Halterung erstens nicht gut an das Birdy passt und zweitens viel zu schwer ist.

Nachteile:

  1. auch wenn wir noch keine Erfahrungen über lange Strecken haben, würde ich vermuten, dass es kein Anhänger für lange Radreisen ist, weil dafür zuviel gebändselt werden muß, so dass sich die Konstruktion und Ladung auf Dauer verschieben könnte,
  2. wie tauglich die Gleitlager auf lange Dauer sind, muss sich erst noch herausstellen,
  3. keine Beleuchtung nach hinten - ein ansteckbares Batterielicht ist eine Lösung,
  4. keine Bremsen.
  5. bei der Länge des Birdy-Anhänger-Sattelzuges dürfen - wie bei anderen Anhängern auch - Kurven nicht geschnitten werden.

Kupplung

Mit dem Faltboot (Gewicht von über 20 kg) auf dem Bootswagen-Anhänger bin ich schon einige Kilometer problemlos gefahren. Längere Gefällstrecken habe ich mit dem Geschoss allerdings noch nicht hinter mir.

Anhänger mit Faltboot

 

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© 2001 - letzte Aktualisierung: 16.07.2007
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