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Bugs am Birdy

Das Birdy ist ein hochwertiges, zuverlässiges Fahrrad. Mit dem Birdy hat riese und müller ein innovatives und individuelles Rad "erfunden", das natürlich auch einige Schwachstellen hatte. Diese Schwachstellen sind im Rahmen der Modellpflege inzwischen behoben. Die Fahrer der älteren Modelle und diejenigen, die sich ein gebrauchtes Birdy anschaffen wollen, werden hier jedoch einige nützliche Hinweise finden. Im Changelog haben wir sich weitere Hinweise zur Modellpflege am Birdy zusammengestellt. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die sich in unserer Mailingliste an den Diskussionen beteiligen und die hier gesammelten Tipps beigetragen haben.

 

Reifen/Felgen Beleuchtung Hinterradschwinge
Vorderradnabe Arretierung der Hinterradschwinge Vorbau
Kette Gabel Speichen
Riemenantrieb Bremsen Schutzbleche
Gepäckträger Fahrgeräusche Sattelstütze
Lowrider Montage des Seitenständers Falten des Birdy blue Modelljahr 2003
Rohloff-Nabe Freihändig fahren

 

Reifen:
Die Laufräder sind mit Reifen der Größe 355 (18") ausgestattet. Diese Größe ist nicht gerade weit verbreitet. Der Handel bietet hauptsächlich Reifen für Kinderräder in 355 mm an. Diese genügen aber nicht den Ansprüchen eines Birdy-Fahrers.
Also lässt riese und müller selbst einen Reifen herstellen. Die erste Generation war bei einer Breite von 37 mm für einen Druck von rund 3 bar ausgelegt – nicht gerade üppig. Haltbarkeit und Pannensicherheit waren unterdurchschnittlich. Für viele war das ein Grund, über andere Reifengrößen nachzudenken und das Birdy umzurüsten.
Dann kam bald der erste Hochdruckreifen, er war bis 6 bar belastbar. Die Pannensicherheit besser, aber noch nicht optimal. Mittlerweile ist die dritte Generation auf dem Markt, eine Kevlar-verstärkte Variante. Dieser Reifen ist nun das, was ein Birdy-Fahrer von seinem Reifen verlangen kann.
Aber die Konkurrenz schläft nicht: Auch Bohle, mit der Marke "Schwalbe" keine unbekannte Größe am Fahrradreifenmarkt, ist mittlerweile mit Reifen mit Birdy-Größe präsent.
Eine Übersicht über die Birdy-Reifen verschafft unsere Reifenkunde.
Die Reifenfrage am Birdy ist also beantwortet. Für alle, die trotzdem noch das Bedürfnis haben, eine andere Laufradgröße am Birdy zu montieren, haben wir einige Hinweise zusammengesucht.

Felgen:
Die erste Birdy-Serie (6/1995 bis 11/1995) war noch mit 357er Felgen und 355er Reifen ausgestattet. Die Reifen saßen also sehr stramm. Die dritte Serie Birdy, die zwischen Mai und Juni 1996 hergestellt wurde, hatte zu kleine Felgen. Hersteller Alex hatte die Toleranzen überschritten, so dass die Reifen nicht mehr passten. Hier hilft nur ein Austausch.

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Bremsen:
Dauerbremsungen führen wie bei jedem anderen Rad zur Überhitzung von Bremse (insbesondere bei Rücktrittbremse) und Felgen (nur bei Felgenbremsen). Da die Felge beim Birdy kleiner ist als bei einem "großen" Rad, wird sie auch schneller heiß. Laut Reifenhersteller Bohle (Schwalbe) neigen Reifen auf heißen Felgen bei kleinen Rädern eher zum Wandern. Dabei besteht die Gefahr, dass das Ventil abreißt. Dauerbremsungen sollten also möglichst vermieden werden. Auf längeren Abfahrten sollte man beide Bremsen abwechselnd benutzen und/oder nicht lang anhaltend bremsen. Die besser Strategie ist, das Rad "laufen zu lassen" und ab und zu kurz, aber kräftig zu bremsen.

Die Vorderradbremse der frühen Modelle (bis 1997):
Ab ca. 1997 wurden Birdys mit V-Brakes geliefert. Vorher wurden Seitenzugbremsen montiert. Diejenigen, die mit der Bremsleistung der Seitenzugbremsen nicht zufrieden sind, finden hier ein paar Hinweise.

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Beleuchtung:
Der Scheinwerfer wird direkt an einer Gewindebuchse im Vorbau montiert, so dass er sich nicht immer ausreichend verstellen lässt. Abhilfe kann hier ein einfaches flaches (4 oder 5 mm dickes) Aluprofil bringen: zwei cm lang, zwei Löcher mit 5,5 mm Durchmesser. Das eine Ende wird an den Vorbau geschraubt, das andere Ende trägt den Scheinwerfer.
Ein anderes Problem gibt es beim höhenverstellbaren Komfort-Vorbau: Scheinwerfer haben normalerweise ein Kunststoffgehäuse, dass eine zuverlässige Klemmung der Höhenverstellung unmöglich macht, weil es nachgibt. Auch hier hilft ein flaches Aluprofil:

Scheinwerferbefestigung

Je nach Stellung des Vorbaus im gefalteten Zustand kann der Scheinwerfer die Gewindebuchse aus dem Vorbau hebeln. Von Cateye gibt es eine schwarze Kunstoffschelle, mit der man die Lampe befestigen kann. Sie dreht sich weg, statt abzubrechen.
Eine Zeit lang wurde der Dynamo von r-m mit einem gebogenen Aluwinkel befestigt. Der Winkel kann an der Biegung brechen. Die bessere Lösung ist ein Stahlwinkel wie z.B. bei Bernd Holzum. Inzwischen wird der Dynamo (Basta quattro) direkt an die Schwinge geschraubt.

Scheinwerferbefestigung

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Hinterradschwinge:
Vereinzelt kamen an älteren Modellen (bis 1996) Risse in der Hinterbauschwinge vor. Diese wurden vom Hersteller schnell und kulant durch Austausch der Schwinge gegen eine verstärkte Version aus einer späteren Serie behoben.
Die aktuellen Schwingen (ab Modelljahr 2001) wurden nochmals verstärkt und sind so nicht nur stabiler, sondern auch steifer.

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Vorderradnabe:
Seit 2002 hat das Birdy eine spezielle Vorderradnabe mit geringerem Flanschabstand. Die Nabe ist mit Rillenkugellagern ("Industriekugellager") ausgestattet. Das Spiel der Lager ist wie bei allen Rillenkugellagern nicht einstellbar. Die Sitze der Lager sind im Nabengehäuse sowie auf der Achse maßhaltig gefertigt und können normalerweise nicht verändert werden. Die beiden Madenschrauben auf den Hüsen seitlich der Lager haben nur Haltefunktion und dienen nicht der Einstellung.
Wenn die Nabe Spiel bekommen sollte, kann dies mittels einer oder zwei hauchdünnen Passscheiben ausgeglichen werden. Diese Passscheiben können in der Nabe unter die Lager (in den Lagersitz) gelegt werden, um die Nabe korrekt auszudistanzieren. Dies kann laut r-m der Fachhändler schnell durchführen, kann aber auch von jedem halbwegs versierten Handwerker ohne Probleme selbst durchgeführt werden.
Bei Bedarf schickt r-m einen Satz Distanzscheiben kostenlos zu. Das Spiel lässt sich damit dauerhaft beseitigen.
Selbstverständlich können auch die Lager getauscht werden, sollten diese nach Jahren einmal verschlissen sein.

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Arretierung der Hinterradschwinge:
Manchmal kommt es vor, dass ein Birdy beim Fahren quietscht. Der Ursprung des Geräusches ist schwer zu lokalisieren. Oft liegt es an der Schraube, die mit Hilfe des kleinen Kunststoffhebels ("Fish", "Spoon") die Hinterradschwinge arretiert. Bei manchen Birdys hat sich diese Schraube etwas gelöst. Hier hilft es, die Schraube wieder etwas weiter hereinzudrehen. Loctite Schraubensicherungskleber hilft zu vermeiden, dass es noch einmal passiert. Alternativ kann auch eine Kontermutter eingesetzt werden. Bei Peter de Leuw war das Geräusch hartnäckiger. Silikonfett war nur eine vorübergehende Lösung. Mit der Zeit war das Fett mehr an den Fingern als am Schraubenkopf. Dauerhafte Abhilfe schaffte eine Feile: Er machte den Schraubenkopf an der Ober- und Unterkante einen knappen halben Millimeter schmaler, seitdem ist Ruhe.
Wenn die Arretierung die Schwinge nicht spielfrei hält, beim Anheben des Birdys also zwischen Elastomer und Rahmen ein Spalt entsteht, ist das nicht nur harmlos, sondern der Normalfall. Man kann die Arretierung zwar spielfrei einstellen, jedoch hält der Zustand nicht lange an.
Wird das Hinterrad nicht mehr zuverlässig vom Kunststoffhebel gehalten, muss der Hebel wieder "zurechtgebogen" werden. Dazu erwärmt man ihn vorsichtig von der Außenseite mit einem Heißluft- oder Haarfön, bis der Kunststoff leicht "geht" (wirft der Kunststoff Blasen, war's zu viel des Guten ;-). Jetzt kann man den Hebel nach innen drücken und halten, bis er so weit abgekühlt ist, dass er nicht mehr von selbst zurück kommt. Das dauert ca. 1 Minute. Anschließend muss der Hebel in aller Regel neu eingestellt werden. Diese Methode lässt sich theoretisch beliebig oft wiederholen, wenn die Spannkraft nachgelassen hat. Bevor man mit dem Fön zu Werke geht, sollte man vorsichtshalber das Elastomer entfernen.
Vom Erhitzen des Fishs in der Mikrowelle sollte man absehen. Zumindest wenn man die neuere Variante mit der eingelassenen Mutter hat. Diese wird in kürzester Zeit so heiß, dass der umgebende Kunststoff zerstört wird.
Manch ein Birdy-Besitzer klagt über die geringe Haltbarkeit und den hohen Ersatzteilpreis des "Löffels". Ersatz kann man sich aus diversen Materialien schaffen, z.B. aus einem Aluwinkel. Eleganter geht es per 3D-Druck. Mit dem CAD-Modell des Löffels von Stefan Mack kann man z.B. in ein Fablab gehen und sich dort den Löffel für wenig Geld drucken lassen. Oder man optimiert das Design des Löffels mit dem kostenlosen CAD-Programm 123D Design vorher noch auf die eigenen Bedürfnisse bzw. den eigenen Geschmack.
Die Geschichte dazu sowie das 3D-CAD-Modell als Download findet Ihr auf http://www.tec.reutlingen-university.de.
Übrigens: Bei älteren Modellen (bis 1996 oder 1997) gab es diesen Plastikhaken nicht. Die Arretierung wurde damals mit einer kleinen Seilschlaufe erreicht.

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Vorbau:
Der Vorbau ist aufgrund seiner Länge besonders belastet. Seit 2002 gibt riese und müller im Service- und Wartungsplan (s. Bedienungsanleitung) an, dass er inklusive Gabelschaftrohr alle drei Jahre getauscht werden soll. Aber auch und gerade für ältere Birdys ist der Austausch sehr empfehlenswert.

In den Anfangszeiten (bis etwa Mitte 1997) hatte das Birdy einen Vorbau, bei dem die Lenkerklemmung mit nur einer Schraube ausgeführt war. Diese Lenkerklemmung kann reißen:

Riss in der Lenkerklemmung
Foto: Jürgen Hofäcker

In diesem Foto erkennt man einen Riss kurz vor dem Versagen der Klemmung. Im rechten Bereich sieht man auch Unregelmäßigkeiten in der Eloxalschicht.

Bei neueren Vorbauten ist die Lenkerklemmung mit zwei Schrauben ausgeführt.

Eine weitere bekannte Schwachstelle mindestens bis Baujahr 2005 sind die Schwißnähte im Bereich des Faltscharniers am Vorbau. In den letzten Jahren wurde der Vorbau mehrfach optimiert, so dass akute Bruchprobleme nun (2005/2006) behoben sein sollten. Trotzdem gibt der Service- und Wartungsplan weiterhin das Austauschintervall von 3 Jahren an.

Zum Austausch des Vorbaus ...

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Kette:
Bei älteren Birdys kann es vorkommen, dass die Kette beim Falten von den Ritzeln rutscht und sich verheddert. Man kann dies vermeiden, indem man das Birdy beim Falten senkrecht hält. Inzwischen werden die Birdys mit einem längeren Bügel am Schaltwerk ausgestattet, der dies verhindert. Du kannst Dein Birdy umrüsten lassen.
Es kann auch sein, dass dieser Bügel nicht richtig justiert ist. Wenn die Kette auf dem kleinsten Ritzel liegt, sollte sie 1-2 mm Abstand zum Bügel haben. Zur Justage musst Du zuerst die Mutter, dann die Schraube lösen. Nachher muss die Schraube zunächst festgezogen werden, anschließend wird die Mutter wieder gegengeschraubt (s. auch Bedienungsanleitung, Seite 32).
Ein guter Tip ist auch, die Kette nicht, wie von r-m in der Bedienungsanleitung beschrieben, auf das kleinste Ritzel, sondern auf das zweitkleinste Ritzel zu legen. Durch den größeren Durchmesser des Ritzels ist die Kette stärker gespannt. Den ersten Faltvorgang solltest Du zum Test langsam und vorsichtig durchführen. Eventuell kannst Du sogar ein noch größeres Ritzel nehmen.

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Gabel/Vorderradschwinge:
Bei einigen Birdys kann es vorkommen, dass sich die Schwingengelenke der Vorderradschwinge lösen. Im Extremfall fallen irgendwann die Schrauben heraus. Bevor es so weit ist, macht sich dieser Vorgang (der sich über eine recht lange Zeit hinzieht, wahrscheinlich über fünfzig bis hundert Faltvorgänge) durch eine erhöhte Geräuschentwicklung bemerkbar. Außerdem merkt man beim Falten, dass die Gelenke immer lockerer werden.
Ursache ist, dass eine kurze Zeit lang bei der Produktion der Schraubensicherungskleber, der das Lösen der Schrauben verhindern soll, zu gering dosiert wurde. Abhilfe: Schrauben öffnen, mit Loctite Schraubensicherungskleber versehen und wieder zudrehen. Allerdings sollte man die Schrauben nicht zu fest anziehen, weil sich das Rad sonst nur noch schwer falten lässt.

Der BigApple-Reifen wird bei gefaltetem Rad u.U. zuverlässiger geklemmt, wenn auf beiden Seiten eine M5-Inbus-Linsenkopfschraube ohne Unterlegscheibe montiert ist.

Sichere Arretierung der Vorderradschwinge durch zwei Schrauben
Sichere Arretierung der Vorderradschwinge durch zwei Schrauben.
Foto: Andreas Macrander

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Fahrgeräusche:

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Gepäckträger/Lowrider:
Der rahmenfeste Gepäckträger wird mit zwei Blechlaschen am Schnellspanner für die Sattelstütze befestigt. Diese zwei Laschen sind am Träger mit zwei Schrauben in Langlöchern befestigt. Bei mir war an einer Lasche durch zu hartes Anziehen einer Schraube das Gewinde durchgedreht. Dadurch konnte sich der Träger um die eigene Achse drehen und auch seitlich schwingen. Den Austausch der Blechlasche habe ich zu lange vor mir hergeschoben. Der Preis der Nachlässigkeit: Das Blech ist irgendwann gebrochen:

Gebrochene Blechlasche

Ich hätte nun bei r-m eine neue Lasche bestellen können. Da ich aber noch diverses Befestigungsmaterial von meinem Topeak-Gepäckträger meines Reiserades übrig hatte, habe ich davon zwei etwas stärkere Befestigungsbleche genommen. Die vorhanden Löcher habe ich von 5 auf 6 mm aufgebohrt, das Langloch habe ich an passender Stelle auch etwas aufgefeilt, damit die M6-Schrauben durchpassen. Im Gegensatz zu den Originalen habe ich die neuen Laschen außen auf den Gepäckträger aufgeschraubt. Innen musste ich unter die schmalen Muttern (notfalls M6-Muttern schmalfeilen) noch Unterlegscheiben legen. Die Montage war deshalb sehr fummelig. Man könnte auch einfach lange Schrauben durch das Gepäckträgerrohr ziehen. Die Gefahr, das Rohr zusammenzubiegen, halte ich für sehr gering. Die Bleche standen nun etwas weiter auseinander, als für die Sattelklemmung benötigt. Ich habe sie deshalb einfach bei der Montage zusammengebogen.

Die neuen Laschen habe ich außen aufgeschraubt.

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Das Drahtseil, mit dem der Gepäckträger gehalten wird, kann mit der Zeit reißen. Bei mir ging es am unteren Ende entzwei, es war durchgescheuert. Der Träger verliert seinen Halt und stützt sich auf dem Schutzblech ab. Da sich Hinterrad und Schutzblech beim Fahren durch die Federung bewegen, kann man mit gerissenem Seil nur schlecht weiterfahren. Da so etwas natürlich unterwegs passiert, behalf ich mir mit einer Notlösung. Meist habe ich einen Pedalriemen bei mir. Entweder in der Lenkertasche, oder aber am Lenker hängend, um die Vorderradbremse feststellen zu können. In das Ende des gerissenen Seils kann man einen Schlaufe knoten, mit dem Pedalriemen verbindet man Träger und Seil:

Pedalriemen als Notlösung

So habe ich den Gepäckträger auch noch mit meiner Aktentasche beladen können. Einen vollen Aktenordner würde ich allerdings so nicht transportieren.
Der Austausch des Seils ist nicht schwer. Es handelt sich um einen normalen Bremszug mit birnenförmigem Nippel. Er wird am Sattel eingehängt, durch das Loch im Schnellspanner des Trägers gefädelt und so weit auf dem Schnellspanner aufgewickelt, dass das Seil wieder straff ist. Alternativ kann man auch Angelschnüre nehmen, von denen es auch sehr stabile Ausführungen geben soll, die sich für diesen Zweck eignen.

Da die Packtaschenführungen des Lowriders an der Nabe befestigt sind, bewegen sie sich während der Fahrt ständig zu den Taschen. Das erzeugt ein entnervendes Geknarze und Gequietsche. Beim rahmenfesten sowie beim Expeditionsgepäckträger liegt das Problem ähnlich: Auch hier bewegen sich die Taschen relativ zur Strebe, die an der Schwinge befestigt ist und an der die Taschen eingehängt werden.
Mit einem Stück Kunststoffschlauch aus dem Baumarkt oder aus dem Zoobedarf kann das Problem behoben werden. Damit wird auch verhindert, dass die Führungsstrebe durch ständiges Scheuern verschleißt.

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Sattelstütze:

Feder am Gepäckträger

Das Problem hat sich mit den Birdys ab Modelljahr 2003 erledigt, da diese eine andere Sattelklemmung erhalten.

Bei Knarzgeräuschen im Bereich der Sattelklemmung muss diese gereinigt und gefettet werden. Siehe dazu die Hinweise im Kapitel Wartung.

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Speichen:
Speichenbrüche bei Nabenschaltungen:
Bei den früheren Modellen mit Nabenschaltung wurden Probleme mit Speichenbrüchen bekannt. Die seit ca. 2000 ausgelieferten Modelle haben diese Probleme nicht mehr. Für ältere Birdys gibt es hier Hinweise zur Abhilfe. Im Übrigen verweisen wir auf eine Dokumentation von riese und müller, die als pdf-Dokument zum Download zur Verfügung steht ("Laufräder einspeichen").

Achtung: Die Speichen brechen oft nicht am Kopf, sondern am Gewinde. Die Speiche bleibt dabei im Nippel hängen. Da die Felge sehr stabil ist, äußert sich das nicht in Form eines Achters, Speichenbrüche werden deshalb manchmal erst verspätet bemerkt.

Die Speichen für das Birdy haben eine Länge, die ein Radhändler normalerweise nicht vorrätig hat. Die Bestellung der richtigen Speichenlänge kann Tage bis Wochen in Anspruch nehmen. Für die schnellere Reparatur kann man sich gut mit selbst hergestellten Speichen mit Z-förmigem Kopfende behelfen. Dazu kneift man von einer beliebig lange Speiche das Kopfende ab. Dabei lässt man das Ende mit dem Gewinde ungefär einen Zentimeter länger als die alte Speiche. An der abgekniffenen Seite biegt man das Ende nun Z-förmig. Dazu benötigt man eine stabile Zange, einen Schraubstock und Kraft. Dieses Ende kann nun in den Nabenflansch eingehängt werden.

Hakenspeiche

Qualitativ gute Speichen im Wunschmaß – also auch für das Birdy – gibt es auch im Versand bei velorution, beim Velo Doctor und bei Pedalkraft.

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Rohloff-Nabe kollidiert mit Seitenständer:
Eine Zeit lang war die Schaltbox der Rohloff-Nabe am Birdy rohloff so montiert, dass der Seitenständer gegen die Schaltbox schlug. Inzwischen wurde die Montage der Achsplatte geändert. Die Verlegung der Schaltzüge wurde dabei ebenfalls geringfügig geändert, die Länge der Züge ist aber gleich geblieben. Die Änderung kann problemlos auch bei älteren Birdys nachgeholt werden:

Veränderte Montage der Schaltbox

Im ersten Schritt wird die Schaltbox vom Hinterrad entfernt und das Hinterrad ausgebaut. Anschließend muss die komplette Einheit Achse/Achsplatte gereinigt werden. Es darf kein Schmutz in die Nabe gelangen. Nun müssen die 5 Torx-Schrauben auf der Achsplatte gelöst und herausgezogen werden (Torx T 20).
Nun kann die Achsplatte so verdreht werden, wie im Foto gezeigt:

Richtige Position der Achsplatte

Anschließend alle 5 Schrauben wieder einsetzten und mit 5-6 Nm festziehen.

Nun kann das Hinterrad wieder eingebaut werden. Die Ständermontage bleibt unverändert. Jetzt wird die Schaltbox wieder montiert. Trick: Den Schaltgriff in eine Richtung auf Anschlag drehen, dann den Sechskant am Hinterrad mittels eines 8 mm-Schlüssel in die _gleiche_ Drehrichtung ebenfalls auf Anschlag drehen. Schaltbox wieder aufsetzten. Schaltgriff vorsichtig hin und her drehen, falls Klickbox nicht sofort einrastet.
Rändelmutter festziehen und prüfen, ob alle 14 Gänge funktionieren.

Die Schaltzüge werden nun so geführt, wie auf dem Foto gezeigt. Die Kabelbinder dürfen nicht zu fest angezogen werden, sonst droht Schwergängigkeit). Wichtig ist die Verlegung nahe am Schwingendrehpunkt, um die Längenänderung beim Falten zu minimieren.

Verlegung der Schaltzüge
Fotos und Anleitung: r-m

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Freihändiges Fahren:
Freihändiges Fahren ist mit dem Birdy nicht möglich. Das liegt nicht an einer mangelnden Stabilität des Rahmens, sondern an dessen Geometrie in Verbindung mit den kleinen Laufrädern. Eine Geometrie, die das Freihändige Fahren erlauben würde, würde dem Birdy die Agilität rauben.

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Falten des Birdy blue Modelljahr 2003:
Die Klickbox der Dual Drive-Nabe vom Birdy blue baut recht groß und vergrößert damit auch das Faltmaß beim Birdy blue. Das Vorderrad schlägt beim Falten gegen die Klickbox und kann sie beschädigen. Wer sein Birdy sehr häufig faltet und auf ein möglichst geringes Faltmaß und einfachste Faltbarkeit Wert legt, sollte deshalb eher auf die Modelle red, green, black oder grey zurück greifen.
Hat man am Hinterrad ein Schutzblech und/oder den SL-Gepäckträger und gleichzeitig am Vorderrad die zum Lowrider gehörenden Haken an der Achse montiert, wird zumindest eine Beschädigung der Klickbox vermieden.
Auch ein Gummistopper am Schutzblechbügel bzw. der Gepäckträgerstrebe hilft:

Gummistopper gegen Zerstörung der Klickbox
Ein Teil der Klickbox ist schon abgefallen, allerdings ohne die Funktion zu beeinträchtigen.
Jetzt bewahrt der Gummistopper die Box vor weiteren Beschädigungen.
Foto: HS

Das Birdy blue ist allerdings das perfekte Rad, wenn ein breiter Übersetzungsbereich zu einem guten Preis gefragt ist. Das Faltmaß verringert sich deutlich, wenn man einen etwas schmaleren Reifen montiert. r-m liefert deshalb das Birdy blue serienmäßig mit dem Schwalbe Marathon. Aus dem gleichen Grund empfiehlt r-m beim Birdy blue nicht die Verwendung der breiteren MTB-Reifen; jedenfalls nicht, wenn aus Platzgründen ein etwas höheres Faltmaß nicht akzeptiert werden kann.
Zum Ende des Modelljahres 2003 sind einige Birdy blue wieder mit der Dual Drive 3x7 ausgerüstet worden, bei der das Faltproblem nicht auftrat. Ab Modelljahr 2004 kommt das Birdy blue mit der Shimano Intego-Gruppe, dem japanischen Pendant zur Dual Drive. Damit sind die Probleme endgültig aus der Welt.

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Montage des Seitenständers:
Es ist kein wirklicher Bug, aber die Montage des Seitenständers macht wohl doch öfter mal Probleme. Deshalb hier eine kurze Erläuterung:
Je nachdem, ob das Birdy mit einem Schnellspanner (2004: Birdy red, white, black, grey) oder mit Achsschrauben (2004: Birdy green und blue) ausgestattet ist, wird der Ständer unterschiedlich befestigt. Die Bedienungsanleitung beschreibt das auf Seite 45 (Anleitung für Birdys bis 2002: Teil 2, Seite 55).

Seitenständer am Birdy mit Kettenschaltung Seitenständer am Birdy mit Nabenschaltung
Der Seitenständer am Birdy mit Kettenschaltung ...
Foto: r-m
... und Nabenschaltung
Foto: Peter de Leuw

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Lowrider
Der Querholm des Lowriders kann bei schwerer Beladung des Birdys beim Durchfahren von größeren Bodenwellen vorne auf dem Reifen aufschlagen. Besonders in Kombination mit BigApple-Reifen und dem (zu weichen) Standard-Elastomer der Vorderradfederung trat dieses Problem bei mir öfter auf.
Beim Jubi-Birdy beträgt der Abstand des Lowriders zum Reifen nur rund 1 Zentimeter. Bei trockenem Wetter reicht das. Bei Nässe oder gar auf unbefestigten Wegen ist das ungünstig, weil dann um den Reifen eine Art Aura von Wasser und Schlamm entsteht. Nicht nur der Lowrider wird total verschlammt, sondern auch die Gepäcktaschen. Außerdem entsteht an der Vorderseite des Lowriders ein Schlammbrocken zwischen Träger und Reifen, der schleift und bremst.
Abhilfe schaffen Unterlegscheiben, die auf der Vorderseite der Gabel an den Auflageflächen des Lowriders aufgeklebt werden. Eine dünne Unterlegscheibe bringt bereits die entscheidenden Millimeter, mehrere Scheiben übereinander mit insgesamt 3 Millimeter Stärke heben den Lowrider um zwei Zentimeter.

An die Gabel geklebte Unterlegscheiben halten den Lowrider höher über dem Reifen An die Gabel geklebte Unterlegscheiben halten den Lowrider höher über dem Reifen
An die Gabel geklebte Unterlegscheiben halten den Lowrider höher über dem Reifen. Das um die Gabel gebogene Stahlblech wird unten erklärt.
Fotos: Andreas Macrander

Mehr Freiheit für den Lowrider
Drei Millimeter starke Unterlegscheiben heben den Lowrider um zwei Zentimeter – hier am Jubiläums-Birdy.
Foto: Jan Berkelder

Möchte man nichts an die Gabel kleben, kann man den Lowrider auch etwas nach oben biegen. Allerdings wird dadurch der nötige Kraftaufwand beim Abnehmen der Taschen größer, weil die Haken auf dem geknickten Rohr etwas klemmen.

Lowrider mit Knick Lowrider mit Knick
Dieser Lowrider am Jubiläums-Birdy mit Schwalbe Marathon-Bereifung wurde auf Anforderung des Kunden von r-m leicht nach oben geknickt.
Fotos: Michael Weingärtner

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Schutzbleche:

Die Schutzblechbefestigung vor Modelljahr 2002:
Bis zur Umgestaltung der Vorderradgabel im Modelljahr 2002 wurde das vordere Schutzblech nur an einem Punkt befestigt. Es schlackerte deshalb ziemlich stark und neigte zum klappern. Es hinterließ auch deutliche Scheuerspuren an der Gabel. Eine zusätzliche Schutzblechstrebe verringert das Problem.

Aufgrund der sehr kleinen Toleranzen kann es trotzdem leicht passieren, dass die seitliche Kante des vorderen Schutzbleches an der Gabel scheuert. Da das Schutzblech beim Fahren über Kopfsteinpflaster etc. ständig in Bewegung ist, kann die Gabel so förmlich "durchgesägt" werden (ist mir passiert; Gabel wurde von r-m getauscht). Ein aus 0,5 mm-V2A-Blech zugeschnittener Scheuerschutz, befestigt mit doppelseitigem Klebeband, schließt diese Gefahr dauerhaft aus. Solange das Schutzblech genau gerade steht, reibt nichts, aber auch wenn es geringfügig verbogen ist, passiert der Gabel nichts mehr.
Die Schutzstreifen müssen relativ breit sein, da das Schutzblech beim Einfedern einen mehrere Zentimeter breiten Bereich abdeckt. Um ein Abfallen der Schutzstreifen sicher zu verhindern, reichen sie bis auf die Außenseite des Gabelrohres herum. Die aufgeklebten Unterlegscheiben werden oben erklärt.

An die Gabel geklebte Unterlegscheiben halten den Lowrider höher über dem Reifen Scheuerschutz an der Gabel
Fotos: Andreas Macrander

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Diverses:
Der Riemenantrieb der frühen Birdy green-Modelle (bis 1997):
Das Birdy green wurde anfangs mit Riemenantrieb ausgeliefert. Für diejenigen, die ihren Riemen gegen eine Kette tauschen wollen.

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© 2001 - letzte Aktualisierung: 20.02.2017
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