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www.birdy-freunde.de/birdy/birdy-story.html - ausgedruckt am 19.04.2014

Die Birdy-Story

Das erste Produkt von Heiko Müller und Markus Riese war kein Fahrrad, sondern die "Hot Ears". Fleece-Dreiecke, die über die Riemen vom Helm gestülpt werden konnten und im Winter die Ohren warm halten. Sie entstanden im Winter 1992, nachdem Markus auf dem Weg zur Uni von seinen kalten Ohren genervt war. Am 3. Januar 1993 erfolgte dann die Eintragung der Firma riese und müller in das Darmstädter Handelsregister. Damit war der Einstieg in den Fahrradhandel geschafft.

Hot Ears

Schon seit 1992 waren Markus und Heiko dabei, das Birdy - zunächst im Rahmen einer Diplomarbeit - zu entwickeln. Es sollte nicht das erste Faltrad am Markt werden. Schließlich gibt es Falträder seit 1878. Einen Überblick über die Geschichte des Faltrades hat Rainer Zenz zusammengestellt. In den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts erarbeitete sich das "Klapprad" allerdings einen zweifelhaften Ruf. Das Birdy sollte besser werden. Es begann mit einer Erstversion, die sie aus zwei alten Fahrrädern zusammenschweißten und setzte sich mit einem speziellen Gerät, an dem sämtliche Kenngrößen wie Oberrohrläge, Nachlauf etc. eingestellt werden konnten, fort.

Der Prototyp
Heiko Müller blickt auf die Anfänge zurück: der erste Versuch, den Faltrad-Gedanken zu realisieren.

Zwei Jahre später war nach einer langen Testphase der Prototyp fertig gestellt. Das Birdy wurde 1993 von der "Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft" aus Wiesbaden (MBG) mit einem Sonderpreis, dem "Hessischen Innovationspreis 1993", ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung waren riese und müller dann 1994 auf der Intercycle in Köln und der Eurobike in Friedrichshafen als Aussteller dabei. Das Birdy war damals die Attraktion.

Das Ur-Birdy Das Ur-Birdy gefaltet
Das "Ur-Birdy": der Prototyp, wie er auf den Messen 1994 zu sehen war. Die Birdys der ersten Serie waren nicht mit Magura-Hydraulikbremsen ausgerüstet. Das Elastomer der Hinterradfederung saß noch im Rahmendreieck. Der Vorbau war in vier verschiedenen Größen geplant. Die Räder hatten 17 ", der Antrieb erfolgte per 8-Gang Shimano XT mit Grip Shift.

Trotz der großen Beachtung, die die Fachwelt dem Birdy schenkte, war an Serienfertigung vorerst nicht zu denken: Die Banken wollten kein Geld geben und in ganz Europa ließ sich kein Hersteller für den Rahmen finden. Immerhin war am Anfang eine Investition in sechstelliger Höhe für die Werkzeuge fällig.
So ging ein ganzes Jahr ins Land. riese und müller erweiterten derweil ihr Zubehörsortiment und perfektionierten das Birdy. Damit ging es dann auch 1994 auf die Messen in Köln und Friedrichshafen. Dann kam der Glückstreffer: George Lin von Pacific Cycles, Taiwan stand vor dem Birdy und war begeistert. George war bereit, das Risiko der Produktion auf sich zu nehmen. Allerdings verlangte er auch die Lizenz für den Verkauf der Rahmen außerhalb Europas. Das ist der Grund, warum außerhalb Europas ein Birdy red ein anderes Fahrrad ist, als hierzulande. In Japan hat das Birdy sogar einen anderen Namen: dort wird es BD-1 genannt und ist in vielen anderen Farben erhältlich. Die taiwanesische Fahrradindustrie ist für hohe Qualitätsstandards bekannt. Damit war auch der Einstieg in die Produktion geschafft.
Auch mit diesen guten Aussichten waren die deutschen Banken immer noch nicht bereit, den beiden Existenzgründern ein Darlehen zu geben. Erst mit geliehenem Geld aus privatem Umfeld und einer Bürgschaft der Eltern konnte es dann los gehen.
Mit dem Erstkapital wurden dann die ersten 250 Birdys produziert. Sie waren im Juni 1995 fertiggestellt. Die Händler stürzten sich auf das Birdy, so dass es noch vor Weihnachten ausverkauft war.
Aus dem Ur-Birdy entwickelten sich dann das Birdy red, Birdy blue und Birdy elox. Das Birdy red war (und ist) das Einsteigermodell, das sich vom Birdy blue lediglich durch die Güte der Komponenten unterschied. Während das Birdy red zunächst bei 7, später dann bei 8 Gängen geblieben ist, ist das Birdy blue seit Ende 1996 mit der 3 x 7-Gangschaltung, später dann mit 3 x 8 ausgestattet. Das Spitzenmodell war das Birdy elox mit Shimano XT-Ausstattung.
Zur IFMA 1996 wurde das Birdy green vorgestellt. Es war das erste Birdy mit Nabenschaltung. Damals war es noch mit einem Riemenantrieb ausgestattet. Der Komfort-Vorbau, der eine aufrechtere Sitzposition ermöglichte, war an diesem Rad Standard. Seit Mitte 1997 hat das Birdy green nicht nur vier, sondern sieben, seit 2004 acht Gänge, der Riemenantrieb ist 1998 einem Kettenantrieb gewichen. Ebenfalls seit 1997 ist der Komfort-Vorbau in der Höhe verstellbar.
Das Birdy elox ist seit 2000 schwarz, heißt natürlich Birdy black und ist mit der Shimano XT 9-Gang-Schaltung komplettiert.
Das Birdy black wird 2002 als Spitzenmodell abgelöst. Es bleibt zwar als das leichteste Birdy im Programm, das Spitzenmodell ist aber das Birdy grey mit der Rohloff-Nabe.
2004 wird die Modellpalette mit einem Birdy für Ästheten, dem Birdy white, erweitert.
Zum 10-jährigen Jubiläum gibt es als Jubiläumsmodell das "schnellste Birdy" in Renn- und MTB-Ausführung.
Seit 1997 werden nicht mehr Seitenzugbremsen, sondern V-Brakes verwendet. Seit 2000 sind die Vorderradgabeln mit Gewindeösen für einen Lowrider ausgestattet.
Seit dem Früjahr 2002 wird die Palette nach oben hin durch das Birdy grey mit der Rohloff-Nabenschaltung komplettiert. Die mit diesem Modell eingeführten Verbesserungen wie Segmentklemmung der Sattelstütze und Expeditionsgepäckträger sind seit dem Modelljahr 2003 auch an den anderen Modellen serienmäßig.

Im Laufe der Zeit wurden außerdem viele Kleinigkeiten am Birdy verändert und verbessert. Die wichtigsten finden sich in unserem Changelog. Das Changelog wird immer auf dem aktuellen Stand gehalten. Im Modelljahr 2006 gab es eine Runderneuerung für das Birdy. Kernstück ist ein völlig neuer Rahmen und der Abkehr von der "Farbcodierung" der Modelle. Grundform und Faltprinzip sind natürlich erhalten geblieben. Die Birdys hören nun auf die Namen speed (Nachfolger vom black), rohloff (grey), touring (blue) und city (green).

Dem Erfolg des Birdy folgten zunächst die Modelle Culture und Avenue, später dann auch Delite, Equinox, Gemini und ab 2006 auch das Homage, die sich teilweise an ein breiteres Publikum richten.

Infos über die aktuellen Modelle und Spezifikationen gibt es direkt bei riese und müller.

 

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© 2001 - letzte Aktualisierung: 13.10.2005
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